Mittwoch, 22. Februar 2017

Tag 43, Mi. 22.02.

Gestern hat sich die Möglichkeit ergeben, dass ich in eine Nursery School reinschnuppern kann, die irgendwie mit dem Projekt meines Hosts verbandelt ist. Diese Schule wird außerdem von dem Kerl betreut, der mich letzten Samstag hierher gebracht hat, diesem Direktor des Projekts meines Hosts. Und die Schule liegt ein Stück weiter östlich, in einem kleinen Dorf nahe Mbale.
Heute bin ich deshalb wieder gegen 6Uhr aufgestanden, weil das Taxi (wieder einer dieser Kleinbusse) gegen 7Uhr abfahren sollte. Dummerweise hat der Fahrer allerdings in aller Seelenruhe gewartet, bis nach und nach noch weitere Fahrgäste eingetrudelt sind, sodass das Fahrzeug auch ja voll ist! Im Endeffekt sind wir (der Sohn von dem Direktor, den ich schon in Kampala getroffen hatte, und ich) mit über einer Stunde "Verspätung" (wenn man überhaupt davon sprechen kann, wenn Abfahrtszeiten lediglich grobe Richtwerte sind 😏)  endlich losgekommen. Ab ging's auf die übelste Buckelpiste, die ich bisher hier erlebt hab - und der Zustand der Strecke hat sich während der gesamten gut einstündigen Fahrt ziemlich konstant gehalten. Das letzte Stück zu der Schule haben wir dann mit dem Boda zurückgelegt. Während dieses kurzen Stücks hatte man schonmal einen umwerfenden Ausblick auf Mount Elgon bei Mbale, wo in zweieinhalb Wochen auch meine nächste Station auf mich wartet.
In der Schule hat mir der Direktor erstmal alle Räumlichkeiten gezeigt und mich in jeder Klasse vorgestellt, die wir besichtigt haben. Die Schule beherbergt neben der Nursery School auch noch die Primary School, also die ersten sieben Schuljahre. Im Anschluss konnte ich mal einer Unterrichtseinheit der Nursery School beiwohnen, weil das ja auch meine Altersgruppe ist. Danach wiederum hab ich mich mit den Lehrern der Nursery School über den Unterricht, Unterschiede zu Deutschland und Verbesserungsmöglichkeiten unterhalten können. Das war in der Tat eine ziemlich fruchtbare Diskussion und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ich am Freitag nochmal komme, um direkt in der Praxis der Nursery School mitmachen und paar Impulse in der Arbeit mit den Kindern geben kann. 😉
Nach dem Mittagessen bei dem Direktor, der dort gleich in der Nähe sein Haus, ging es dann wieder zurück auf die Buckelpiste in Richtung Pallisa - nachdem wir wieder eine Dreiviertelstunde gewartet haben, bis das Taxi aus Richtung Mbale kam. 😑 Nach einer weiteren guten Stunde sind wir dort angekommen. Durch die permanenten Vibrationen des durchgeschüttelten Autos war mir am Ende der Hintern ganz taub geworden und musste erstmal wiederbelebt werden.
Wieder in der Unterkunft angekommen musste ich feststellen, dass seit gestern Abend immernoch der Strom ausgefallen ist. Heute bin ich schon nur mit lediglich 50% auf dem einen Handy gestartet, jetzt ist der Akku fast ganz leer. Das andere Handy konnte ich wenigstens an der Solaranlage laden. Da heute aber kaum die Sonne draußen war, ist die mittlerweile auch ziemlich platt. Diese Nacht werd ich also das erste Mal seit langem wieder auf meine Powerbank zurückgreifen müssen und hoffen, dass der Strom morgen wieder da ist. Ansonsten wird es langsam wirklich bissl sehr knapp mit der Energie!
Drückt mir die Daumen! 😮

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