Der heutige Tag begann wiedermal viel zu früh für meinen Geschmack: um 6Uhr hat mich mein Host geweckt! Heute stand nämlich der Krankenhausbesuch eines der Jugendlichen auf dem Programm und da war wohl ein Termin abgemacht worden. Für den Trip zum Krankenhaus in Kumi, im gleichnamigen Nachbardistrikt, wurde extra ein Auto samt Fahrer organisiert. Denn wie sich herausstellte, ist es eine ziemliche Strecke. Ich weiß zwar nicht, wieweit entfernt Kumi ist, jedenfalls waren wir eine ganze Stunde unterwegs - und hatten auf der Strecke vllt ein Dutzend Kurven... 😅
Auf dem Weg haben wir in Kumi selbst eine Frühstückspause gemacht, denn dafür war in der Unterkunft auch keine Zeit mehr gewesen. Dafür gab's jetzt aber Chapati (-> Link) mit Rührei - das ist hier so ziemlich mein Lieblingsessen! 😜
Am Krankenhaus angekommen wartete auch schon noch ein weiterer Jugendlicher aus unserem Haus auf uns. Der wurde am Knie operiert und heute war Nachkontrolle. Gleiches gilt für den Jugendlichen, der mit uns gekommen war. Der wurde wiederum wegen seines Klumpfußes operiert. Interessanterweise haben wir viele Weiße angetroffen, vor allem Niederländer. So waren auch die behandelnden Chirurgen Niederländer. Insgesamt war der Aufenthalt in diesem Krankenhauskomplex eine ziemliche Warterei und Rennerei gleichermaßen, und das wiedermal bei sengender Hitze! Das Gelände besteht aus vielen kleinen Baracken, in denen die verschiedenen Abteilungen untergebracht sind - und ein Blick dort hinein war teilweise wie ein Blick in die Vergangenheit vor 50 bis 100 Jahren. 😮 Als endlich alles soweit erledigt war, haben wir uns zu sowas wie der Kantine begeben (im Hintergrund), um Mittag zu essen. Gesessen haben wir dabei unter diesem riesigen Mangobaum! Zwischendurch kam auch mal ab und zu ziemlicher Wind auf, der uns paar Mangos als Nachtisch runtergeschüttelt hat - die waren allerdings noch nicht ganz reif und entsprechend sauer. 😅
Nach ca. 9h waren wir endlich wieder zurück in der Unterkunft. Seltsamerweise gehörte das Auto nicht dem Fahrer. Und weil der Fahrer schon abgedampft war, als der Besitzer zum Abholen kam, musste ich mich dazu erbarmen, das Auto zu ihm nach Hause zu fahren, weil er mit seinem Moped gekommen war... Ich bin heute also das erste Mal hier Auto gefahren! 😜 Zum einen war das ein großer Geländewagen, mit Automatikgetriebe - und im Linksverkehr, der hier in Unganda herrscht und wodurch ja auch im Auto alles verkehrt herum ist! 😅 Es war zwar nur ein relativ kurzes Stück durch die Stadt zu fahren, aber ich fand's cool. 😏
Nach und nach kamen dann die anderen Jugendlichen aus der Schule und einer von ihnen wollte mir unbedingt seine Schule zeigen, die zu Fuß nicht weit ist. Als "Sekundarschule" bezeichnet waren das einfache dunkle Kammern mit unverputzten Wänden und einer Tafel, ohne Fenster (-rahmen) oder Türen! 😮
Sonnenuntergang war dann nicht mehr weit und als es ziemlich dunkel war, hab ich mich mal mit einem Stuhl in den Garten gesetzt und Sterne geguckt. Hier auf dem "Dorf" (bei eigentlich einer Distrikthauptstadt!) ist nämlich nachts so gut wie kein Licht, sodass so krass viel mehr Sterne zu sehen sind! 😲 Es war aber wieder relativ dicht bewölkt. Ich hoffe aber, dass ich während meiner Zeit hier nochmal einen richtig dunklen, richtig klaren Sternenhimmel bestaunen kann! 😉
Montag, 20. Februar 2017
Tag 41, Mo. 20.02.
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