Nach dem ziemlich aufreibenden Tag gestern hab ich es heute mal ruhiger angehen lassen und bin in der Unterkunft geblieben. Das Frühstück bestand diesmal aus Butterbrot mit Milch. 😉
Mein Host ist alleine los in die Stadt und wollte von mir wissen, ob ich alleine in die Slums gehen möchte. Daraufhin hab ich erstmal offenbart, inwieweit mich diese ersten beiden Tage gefordert haben. 😐
Zum einen ist da die Sprachbarriere: zwar war ich immer ganz gut im Englischunterricht - aber ich war noch nie für längere Zeit im Ausland, sodass ich noch nie darauf angewiesen war, mich auf Englisch zu verständigen.
Zumindest mit der hiesigen Aussprache klarzukommen, stellt für mich allerdings ein unerwartet großes Problem dar. Das verunsichert mich wiederum, weil ich ja schlecht auf die Leute eingehen kann, wenn ich sie nicht richtig verstehe! Und generell hab ich bisher noch nicht so ganz verstanden, was genau meine Rolle als Volunteer in diesem Projekt sein soll. -_-
Und ein weiteres Problem sind dann noch die Finanzen: ich hab ggü meines jetzigen Hosts von Anfang an betont, dass ich über ein sehr schmales Budget verfüge. Zwar hat er mich schon im Vorfeld dazu angehalten, Fundraising zu betreiben. Neben den sonstigen Vorbereitungen meiner Reise, die für mich genauso völliges Neuland waren, hatte ich dafür nicht auch noch Gedanken. Nun scheint es allerdings eine meiner Hauptfunktionen zu sein, eine Kontaktperson nach Deutschland und Europa zu sein, die Spender mobilisiert, um die Leute hier vor Ort zu unterstützen. Zwar ist es schon wirklich so, dass es den Leuten hier an so ziemlich allem fehlt. Es wäre allerdings sehr von Vorteil gewesen, bereits im Vorfeld über diesen Umstand informiert worden zu sein.
Wie dem auch sei, heute Morgen gab es jedenfalls diese kleine Aussprache, in der ich meine Verunsicherung darstellte. Aus diesem Grund bin ich in der Unterkunft geblieben, um ein wenig für mich sein zu können.
Während des Tages hab ich dann bei der Vorbereitung des Mittagessens geholfen und mich außerdem um die beiden Kinder des Hosts zu kümmern. Heute hab ich dann auch mal meinen ersten afrikanischen Regenschauer erlebt - war jetzt allerdings nicht sonderlich herausragend. 😏 Zum Mittagessen gab's dann mit Schweinefleisch sogar mal was vertrautes. 😅
Jetzt werd ich erstmal versuchen, Fundraising auf die Beine zu stellen. Denn wie gesagt: auch wenn der Informationsfluss im Vorfeld meiner Ansicht nach hätte besser laufen können, ist der Bedarf bei den Leuten hier tatsächlich immens!
Nun ist es ja so, dass ich sowieso eine längere Reise mit mehreren Stationen geplant habe. Deshalb werde ich das Fundraising auf diese Reise fokussieren, von dem dann die einzelnen Projekte profitieren sollen!
Jeder, der hier meinen Blog verfolgt, ist also ❤lich dazu eingeladen, ihn zu teilen (und wenn möglich zu unterstützen) - und später auch den Spendenaufruf, wenn ich einen auf die Beine gestellt hab!
Freitag, 13. Januar 2017
Tag 3, Fr. 13.01.
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