Samstag, 14. Januar 2017

Resümee Tag 4, Sa. 14.01.

Heute bin ich wieder in der Unterkunft geblieben, um mich noch bissl einzuleben. Mein Host ist von gestern Abend bis heute Abend unterwegs gewesen, sodass ich mich mit dem Rest der Familie weiter vertraut machen konnte.
Zum Frühstück gab's Rühreier und Butterbrot - nix atemberaubendes, aber von den bisherigen Speisen auf jeden Fall eine der vertrautesten und schmackhaftesten. 😜 Das Mittagessen, das aus Bohnen, irgendeiner Maispampe und Kochbananen bestand, war zwar wieder eher exotisch, aber auch sehr lecker! 😉
Gegen Mittag hab ich mal einen Spaziergang durch die Nachbarschaft gemacht - alleine. Entsprechend groß und neugierig waren auch die Blicke der Anwohner, dass hier einfach so ein"Muzungu" (wie ich auch diesmal wiederholt gerufen wurde) umherspaziert. 😅 Tatsächlich sieht es hier so ziemlich genau so aus, wie ich es mir von der afrikanischen Provinz vorgestellt hab. Und trotzdem ist der Gedanke immernoch ziemlich surreal, dass ich jetzt tatsächlich in Afrika bin! Der Himmel ist genau so blau und die Sonne knallt genauso wie bei uns bei wolkenlosen 30°C (ja, bei dem Wetter hab ich mich freiwillig rausgewagt!).
Ein Bruder meines Hosts, der auch mit hier wohnt, hat mir außerdem nach dem Mittagessen gezeigt, wie man Armbänder anfertigt.
Und gegen Abend hat er mich eingeladen, ihn zur Chorprobe in seiner Kirchgemeinde zu begleiten. Da hab ich natürlich nicht Nein gesagt und ich hab es auch nicht bereut. Zwar hab ich über weite Teile kein Wort verstanden, weil sie viel auf "Luganda" gesungen haben (der hiesigen Landessprache), aber die Stimmung und die Atmosphäre, die später noch durch eine Trommel untermalt wurde, war einfach fantastisch! Außerdem haben sie mich allesamt freundlich begrüßt und aufgenommen - und verwundert gelacht, als ich einigen von ihnen mitteilte, dass ich eigentlich Atheist bin und mit "Gott" und so nix am Hut hab. 😉
Aber ich bin ja schließlich auch hier, um die hiesigen Menschen und ihre Kultur kennenzulernen. Und da hab ich bei diesen tiefgläubigen und herzlichen Menschen auf jeden Fall einen Einblick erhalten dürfen!
Während der Probe ist noch die Nacht über uns hereingebrochen und es wurde tatsächlich innerhalb von einer knappen Stunde stockdunkel (auch das hat seinen Teil zur Stimmung beigetragen). Den Heimweg haben wir dann durch ziemlich dicke Luft angetreten. Keine Ahnung, ob das nur durch das stark erhöhte Verkehrsaufkommen bedingt ist, das mir nicht zum ersten Mal aufgefallen ist...

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