Der Start in mein Afrika-Abenteuer ist ja schonmal nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hab. Entsprechend groß war heute die Hoffnung in Bezug auf meine nächste Station. Gegen 8Uhr bin ich aufgestanden. Zur Abwechslung war mal wieder das Wasser abgestellt, sodass eine Katzenwäsche aus dem Eimer ausreichen musste. Danach hab ich mich daran gemacht, meine Taschen zusammenzupacken, damit ich fertig bin, wenn mein nächster Host kommt, um mich abzuholen. Es war dann aber doch noch genug Zeit, um in Ruhe zu frühstücken. Erst gegen halb 11 kam er an. Dann wurde erstmal nett zwischen beiden Hosts geplauscht. Und nachdem wir noch ein "Familienfoto" zum Abschluss gemacht haben, ging es dann los Richtung nächstem zeitweisen Zuhause. Mit meinem zweiten Host hab ich erst die letzten Tage vorher nochmal geschrieben, wobei er mir zB versicherte, dass ich problemlos seinen Internetzugang nutzen könne. Allerdings ist die Ankunft hier mit gemischten Gefühlen ausgefallen. Mein neuer Host und seine Frau haben mich sehr herzlich und zuvorkommend begrüßt. Hier hab ich noch mehr das Gefühl, willkommen und wertgeschätzt zu werden, als bei meinem ersten Host. Allerdings sind wiedermal meine Erwartungen bzw Hoffnungen mit der Realität kollidiert. 😏 Zum einen beschränkt sich der Internetzugang auf einen Desktop-PC, wohingegen ich blauäugigerweise WLAN erwartet hab (ich bin jetzt bloß behelfsweise über meine ugandische SIM-Karte im Internet). Außerdem ist die Toilette außerhalb des Gebäudes und ist lediglich ein Plumpsklo. Und unter dem Wellblechgiebeldachs des Gebäudes gibt es keine Zwischendecke, wodurch die Räume durch die Sonneneinstrahlung dezent aufgeheizt werden. Insgesamt stellt die Unterkunft also eher einen Rückschritt in Sachen Komfort dar - aber das ist hier in der Region ja nicht unbedingt außergewöhnlich. Meine Hosteltern haben aber auch relativ schnell von alleine eine andere Unterkunft in der Nähe vorgeschlagen. Dort bin ich also mal mit meiner Hostmutter hingelaufen und hab sie mir mal angeschaut. Zu meiner Überraschung handelt es sich dabei um sowas wie ein kleines Hotel, das von einem älteren Pärchen betrieben wird, mit richtigen Gästezimmern, richtiger Toilette und insgesamt sehr sauber. Meine Hostmutter hat die Verhandlungen über den Preis geführt und dann stand es recht schnell fest, dass ich für umgerechnet ca. 1€ pro Nacht hier unterkommen kann. Zum Arbeiten und Essen geh ich allerdings nach wie vor das Stück die Straße runter zu meinem Host. 😜
Tatsächlich könnte ich jetzt noch paar andere Themen aufmachen, mit denen ich hier heute konfrontiert wurde - aber dafür hab ich ja jetzt wieder bissl Zeit. Voraussichtlich 26 Tage werd ich bei dieser Station verweilen, bevor es dann am 18.02. wiederum zum nächsten Host weitergeht.
Montag, 23. Januar 2017
Tag 13, Mo. 23.01.
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