Als uns gestern der Wind unser frisch aufgeschlagenes Lager durchgepustet hat, kam ich schon ganz schön in's Frieren! Am Lagerfeuer konnte ich mich wieder ganz gut aufwärmen. Die Nacht in Zelt und Schlafsack war dann aber doch wieder ordentlich kalt - und der Boden einiges zu hart! 😣 Ich bin halt weder ein geborener, noch ein geübter Camper. 😅 Jedenfalls bin ich heute Morgen ziemlich gerädert aufgewacht, sicherlich auch bedingt durch die gestrigen Anstrengungen. Normalerweise wach ich hier ja so gegen 9Uhr auf und steh eine halbe Stunde später oder so auf. Nach der Nacht hab ich aber keine großen Anstalten gemacht, noch länger liegen zu bleiben, sondern bin gleich aufgestanden, als ich gegen halb acht aufgewacht bin. 😏
Draußen hab ich erstmal eine ausführliche Foto-Dokumentation durchgeführt. Und dann hieß es warten, auf das Frühstück... Mein Host kennt die Einheimischen da oben und hat von denen schonmal Equipment bekommen, um Tee zu machen. Es fehlte aber noch was zu beißen und Zucker für den Tee! Ein Junge der Leute wurde also losgeschickt, um dies im nächsten Laden zu besorgen.
Ich weiß nicht genau, was bei der Sache schiefgelaufen ist. Jedenfalls war es 13:15, als ich bzw wir endlich frühstücken konnten. 😏
Die Zeit bis dahin hab ich in meinem Zelt gechillt, das heute viel bessere Wetter und die Aussicht genossen und noch paar Fotos gemacht. Das Chillen gestaltete sich jetzt um einiges angenehmer und etholsamer als die Nacht, weil es durch den Sonnenschein wärmer (aber erst später zu warm) war. Und indem ich auf dem Schlafsack gelegen hab und nicht darin, war es auch weicher. 😅Trotzdem war durch die Warterei ja immerhin tatsächlich der halbe Tag verloren gegangen, sodass ich eine Weile ziemlich angefressen war. Solche Besorgungen hätte man ja evtl auch im Vorfeld erledigen können - vorallem weil mein Host diese Tour öfters mit Freiwilligen macht! 😑
Gegen 15Uhr hat mein Host dann jedenfalls damit angefangen, das Mittagessen vorzubereiten - was ziemlich einfach aussah und im Endeffekt auch super geschmeckt hat. Das hab ich meinem Host aber nicht noch unter die Nase gerieben. 😏
Mit Essen machen und verspachteln waren wir zwischen 17:00 und 17:30 fertig, dann noch Zelte abbauen. Und kurz nach halb sechs haben wir uns dann an den Abstieg zurück in die Stadt gemacht. Der Rückweg führte einen anderen Weg entlang, der noch steiler war, aber teilweise in den Fels gehauene Treppen beinhaltete. Mein Host war nicht davon abzubringen, dass es besser ist, auf der einen Route hoch- und auf der heutigen runterzugehen. Ich persönlich hätte es allerdings lieber andersrum gehabt. Jetzt lieg ich jedenfalls mit ordentlichen Rückenschmerzen flach und hab mir beim Abstieg außerdem wiedermal paar Blasen gelaufen, drei mindestens, von der eine schon während des Fußmarsches aufgegangen ist. 😏
Nach gut einer Stunde waren wir dann in den Wohngegenden am Fuß des Berges angekommen, haben uns den restlichen Rückweg zur Unterkunft aber erspart und sind per Boda gefahren. Dadurch waren wir wieder ca. 19Uhr am Ziel.
Am Abend hab ich mir vorhin dann erstmal wieder eine Dusche gegönnt - was nach der Tour definitiv dringend notwendig war. 😜
Mein Host hatte eigentlich vor, morgen gleich nach eine Wanderung (ohne Camping) zu unternehmen. Aber dadurch, dass ich mir jetzt die Blasen gelaufen hab, und ich nicht weiß, wie die geplante Wanderung aussieht, lass ich das lieber bleiben und ruh mich und meine Füße erstmal aus. Außerdem hat mein Host jetzt endlich mal Zeit mit seinem Gast verbracht (mit mir). Dabei hat sich allerdings das eher negative Bild bestätigt, dass mir die letzten Wochen von ihm gezeigt haben.
Die letzten paar Tage, die ich hier in Mbale verbringe, werden also wahrscheinlich wieder bissl sehr ruhig sein. Aber dafür kann ich die Zeit auch nutzen, um meinen Transfer nach Nairobi in Kenia am Sonntag und anschließend nach Arusha in Tansania am Montag zu organisieren. Das wird nämlich wahrscheinlich die bisher größte Herausforderung auf meiner Reise!
Mittwoch, 29. März 2017
Tag 78, Mi. 29.03.
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